SoBi - Offener Brief an den Asylkreis Kaufbeuren

Offener Brief an den Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren

Der Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren ist eine Gruppe von derzeit etwa 40 Mitbürgern aus Kaufbeuren und Umgebung, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Asylbewerber nach ihrer Flucht in ein Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, bestmöglich zu unterstützen. - Mit diesen Worten stellt sich der Asylkreis im Internet vor....

https://www.arbeitskreis-asyl-kaufbeuren.de/

Der Arbeitskreis hatte eingeladen......

Montag 8.5., 20:00 Kinderarzt Dr. Reschke berichtet nach der Teestube im Jugendzentrum über wichtige Vorsorgeuntersuchungen (U 1 - 10) und Impfungen - bitte auch an interessierte Flüchtlingsfamilien weitersagen und mitbringen/ hinschicken!

Bitte auch an interessierte Flüchtlingsfamilien weitersagen und mitbringen/hinschicken....

Also haben sich Kathan, Kowsar und deren zwei Söhne - Nadir 2 Jahre und Samir 3 Jahre ,und ich uns auf den Weg gemacht, denn das hörte sich interessant an. Ja, mit den Kindern, denn einen Babysitter gibt es nicht.

Oh, ja - erst war freudiges Erstaunen von Seiten der Anwesenden zu verspüren, denn "wir" waren die einzigen Asylanten, die den Weg gefunden hatten.

Doch die Freude währte nicht lang....

Der Vortrag begann und nach 10 Minuten agierten die Kids so, wie Kinder agieren und bewegten sich von den Schößen ihrer Mamas weg und liefen herum und ja - sie haben auch mal einen Mucks von sich gegeben, aber weder Geschrei, noch Gebrülle.

Doch es dauerte keine 2 Minuten, da drehten sich die anwesenden Mitglieder des Kreises um und beklagten sich darüber, dass sie nichts hören würden. Nichts hören - da muß man dann schon echte Probleme mit den Ohren haben und um wen ging es denn eigentlich? Um die Asylkreis Mitglieder oder um die Asylanten, die integriert werden sollen.

Lange Rede, kurzer Sinn, wir haben den Vortrag vorzeitig verlassen, weil wir einfach nur gestört haben und liebe Mitglieder des Arbeitskreises Asyl Kaufbeuren - ich habe mich geschämt für dieses unherzliche Verhalten.

Für mich sieht Integration anders aus.